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Homestory: Skandinavisch wohnen bei Selina

Selina (@seli.schne) lebt gemeinsam mit ihrem Mann Sebastian im schönen Lahn-Dill-Kreis in einem Ortsteil von Haiger. Sie arbeitet bei einer Sparkasse im Vertriebsmanagement/Marketing und Basti in der Metallindustrie. Basti ist in seiner Freizeit seit seiner Kindheit im Fußball als Stürmer erfolgreich aktiv. Selina‘s Leidenschaft ist das Tanzen. Außerdem backt sie sehr gerne, ist eine große Film-und Serien-Liebhaberin und ein absoluter Familienmensch. Mehr über sich und ihr Zuhause verrät Selina in folgendem Interview:

1. Deine Schwester wohnt direkt bei dir nebenan. Wie kam es dazu?
Nachdem wir 2016 geheiratet haben, waren wir auf der Suche nach einem Grundstück. Meine Eltern haben zu diesem Zeitpunkt das zweite Mal gebaut. Daher hatte auch ich schon von klein auf diesen großen Traum einmal selbst ein eigenes Haus zu bauen. Nach über einem Jahr der intensiven Suche, haben wir dann endlich das perfekte Grundstück entdeckt. Da es groß genug war und meine jüngere Schwester mit Ihrem Partner wieder aus München zurück in die Heimat ziehen wollte, um sich ebenfalls den Traum vom Eigenheim zu erfüllen, haben wir das Grundstück geteilt und uns somit den Traum von den eigenen 4 Wänden erfüllt.

2. Deine Schwester hat auch eine Nolte Küche. Habt ihr euch gegenseitig bei der Planung und Gestaltung der Häuser / Küchen beeinflusst?
Natürlich haben wir uns gegenseitig ausgetauscht und waren auch gemeinsam in verschiedenen Küchenstudios. Die meiste Inspiration habe ich mir jedoch bei Instagram geholt. Dort hatte ich auch einen sehr netten Austausch.

3. Wie würdet ihr eure Küchen beschreiben? Was sind Gemeinsamkeiten der Küchen und was sind Unterschiede?
Selina: Unsere Küche ist einfach zu beschreiben: zeitlos, gradlinig, matt-weiß und grifflos.
Ylianna: Hier kann ich mich meiner Schwester nur anschließen, mit der Ausnahme, dass wir uns für eine matt-weiße Betonkombination entschieden haben.

Beim Kochfeld waren wir uns jedoch von Anfang an einig. Es sollte auf jeden Fall ein Muldenlüfter werden. Unsere Kochfelder und die Geschirrspüler sind identisch. Unsere Backöfen haben zwar beide eine Dampfgarfunktion, allerdings hat Ylianna das Modell mit versenkbarer Tür mehr zugesagt. Beim Kühlschrank haben wir uns für einen extra großen Kühlschrank entschieden. Meine Schwester hat die etwas kleinere Variante des gleichen Herstellers, dafür aber noch einen kleinen separaten Tiefkühlschrank in der Küche. Dieser befindet sich bei uns im Hauswirtschaftraum.

4. Was gefällt euch an der Küche der jeweils anderen? Was hättet ihr anders gemacht?
Selina: Was mir bei Ylianna und Freddys Küche sehr gut gefällt ist das große feststehende Fenster vor dem Kochfeld, welches direkt mit der Arbeitsplatte abschließt. So hat man immer einen tollen Blick auf die hoffentlich bald fertige Terrasse. Auch finde ich es toll, dass der Tiefkühlschrank noch den Platz in der Küche gefunden hat. Es ist immer schwer zu sagen, was ich an ihrer Stelle anders gemacht hätte. Jeder hat natürlich einen anderen Geschmack. Ich hätte aber größere Hochschränke gewählt. Bei uns selbst hätte ich im Nachhinein die Küche liebend gern erweitert und dafür auf die Speisekammer verzichtet. Da ich schwarz so liebe, werde ich die Armatur noch austauschen gegen eine matt schwarze Armatur mit ausziehbarer Brause.

Ylianna: An Selina und Bastis Küche gefällt mir besonders gut das zeitlose, weiße Design und das Kochfeld, welches zum Esstisch ausgerichtet ist. Auch besonders praktisch ist der große Kühlschrank, den ich bei uns im Nachhinein auch eingebaut hätte. Geändert hätte ich bei ihnen nichts – der Platz ist optimal genutzt und die Küche fügt sich sehr gut in den Einrichtungsstil ein.

5. Ihr habt ein Fertighaus. Was musste bei der Planung der Küche hinsichtlich des Fertighauses beachtet werden? Gab es Vorgaben, die die Küchenplanung beschränkt haben? Wann und wie wurde die Küchenplanung mit einbezogen?
Zu aller erst kann ich empfehlen, dass wenn einem die Küche wichtig ist, man das Haus um die Küche herum planen sollte. Im Nachhinein hätte ich super gerne eine Backup-Küche gehabt, die sich direkt hinter der Schrankwand durch eine blinde Schranktür befindet. Leider war dies bei unserem Grundriss nicht möglich. Vielleicht klappt es ja beim nächsten Hausbau. Bei einem Fertighaus ist die richtige Planung das A und O. Daher ist es wichtig, dass man einen guten Küchenplaner an der Hand hat, der genau weiß, wo welcher Anschluss hinmuss.
Bei einem Fertighaus kann man dies nämlich im Nachhinein nicht mehr ändern. Vor der Bemusterung mussten wir daher schon den Küchenplan mitschicken.

6. Welchen Stellenwert hat die Küche in eurem Haus?
Einen sehr großen. Sie ist der Mittelpunkt des Hauses und fällt beim Betreten direkt als erstes in den Blick.

7. Was durfte in eurer Küche auf keinen Fall fehlen? Was war euch besonders wichtig?
Definitiv ein großer Kühlschrank und ein flächenbündiges Kochfeld mit Muldenlüfter. Bei den herkömmlichen Dunstabzugshauben bekomme ich nämlich Gänsehaut. Und grifflos sollte unsere Küche sein.

8. Wieso habt ihr euch für eine offene Küche entschieden? Hast du Tipps, wie offene Räume gemütlich werden?
Ich denke das liegt daran, dass man obwohl man in der Küche steht mit den Menschen, die noch im Haus sind kommunizieren kann. Das Kochen oder Backen macht so einfach mehr Spaß. Außerdem passt dieses Konzept am Besten zu unserem modernen Wohnstil. 
Mein Tipp für Gemütlichkeit: Bei einem offenen Wohnbereich bitte nicht mit zwei unterschiedlichen Bodenbelägen arbeiten. Das bringt zu viel Unruhe rein und stellt einen Bruch dar. Wir haben uns im gesamten Haus für Parkett entschieden. Dies bringt eine Grundwärme ins Haus. Bisher sind wir auch in der Küche damit zufrieden. Natürlich passt man nochmal etwas besser auf, aber das würde man auch bei jedem anderen Bodenbelag tun, wenn man etwas neu hat.

9. Welche Tipps würdet ihr anderen Personen bei der Küchenplanung geben?

  1. Lasst Euch Zeit bei der Planung
  2. Geht nicht nur aktuellen Trends nach, sondern seid euch auch im Klaren, dass so eine Küche wohlmöglich auch die nächsten 20 Jahre im Haus bleiben wird. Stellt Euch daher die Frage, ob euch diese oder jene Front auch in 5 Jahren noch gefällt.
  3. Plant so viele Auszüge/Schubkästen ein, wie es nur geht. Es gibt nix besseres und praktischeres.
  4. Seid mutig in Bezug auf Muldenlüfter als Alternative zum klassischen Dunstabzug.

10. Bist du eher der aufgeräumte Typ oder gibt es auch bei dir Tage, an denen sich das Geschirr in der Spüle stapelt?
Ich bin absolut der aufgeräumte Typ. Ich bin da ein kleiner Monk. Bei mir muss immer alles blitze-blank und die Arbeitsplatte frei von unnötigem Kram sein.

11. Wieso hast du dich für Nolte Küchen entschieden und wie bist du auf Nolte Küchen gekommen?
Meine Eltern haben bei ihrem zweiten Haus auch eine Nolte Küche einbauen lassen mit einem großen Küchenblock und einer eingekofferten großen Hochschrankwand. Die Optik sowie die Qualität hat mir von Anfang an zugesagt.

12. Was macht den aktuellen Scandi Trend aus und was hat dich zu dem Scandi Einrichtungsstil inspiriert?
Inspiriert hat mich eindeutig Instagram. Ich liebe einfach diese Mischung aus Wärme und Minimalismus. Ich bringe hier und da auch gerne den Industrial- und Boho-Look mit ein.

13. Wie hat das Thema Scandi Style eure Küchenplanung beeinflusst?
Dadurch, dass weiße Küchen mit weißer Arbeitsplatte in Skandinavien oft zu sehen sind, hat mich der Scandi-Stil natürlich auch etwas beeinflusst. Auf der anderen Seite hätte ich mich wohl auch bei einem anderen Einrichtungsstil für diese Küche entschieden, da sie wohl immer modern und zeitlos bleiben wird.

14. Du wohnst skandinavisch-minimalistisch. Was gefällt dir an dem Einrichtungsstil so gut? Und: Spiegelt dieser auch deinen Charakter wider?
Ich denke schon, dass dieser Stil gut zu mir passt. Ich bin ziemlich gradlinig, direkt und ehrlich. Auf der anderen Seite bin ich aber auch ein absoluter Herzmensch. Die Mischung aus den beiden Komponenten spiegelt sich dann eben auch im Einrichtungsstil wieder. Ich miste zudem ständig aus und lebe nach dem Motto: Weniger ist mehr.

15. Was sind deine drei Einrichtungstipps zum Thema Scandi?
Ich finde man sollte dem Farbkonzept treu bleiben. Wenn man Holz mit weiß, schwarz, grau und sanften Erdtönen kombiniert, macht man wenig falsch. Hier und da etwas Grün mit einbringen, wobei ich was Pflanzen betrifft absolut kein Händchen habe. Ansonsten gilt auch hier das Motto: Weniger ist mehr und jedem, das was ihm gefällt.

16. Es heißt: Mit Einrichten ist man nie wirklich fertig. Dekorierst du oft um und / oder dekorierst du saisonal?
(Lach) Das stimmt. Fertig wird man gefühlt nie. Ich habe immer das Bedürfnis hier und da etwas umzustellen und ich bin ganz groß im Ausmisten und Platz schaffen. Ich fühle mich danach immer etwas befreiter. Apropos Ausmisten, als nächstes stehen bei mir tatsächlich mal wieder die Küchenschränke auf dem Plan.

17. Gibt es ein Farbkonzept in der Wohnung?
Ganz klar, matt-weiß, matt-schwarz, Holz, grau und sanfte Erdtöne.